Kreissparkasse Gelnhausen, Fassadensanierung und Umbau EG 70er Jahre Bau
Kreissparkasse Gelnhausen
2014

LP 1-9
BGF 1048 m²
BRI 4059 m³

Teilnahme am Tag der Architektur 2015
der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen <


Bereits im Jahr 2012 hat die Kreissparkasse Gelnhausen eine umfangreiche energetische Sanierung ausführen lassen. Im Zuge dessen wurden nicht nur zwei neue RLT Anlagen und ein BHKW eingebaut, sondern der Vorstand nutzte die Baumaßnahme, um aus dem Erdgeschoss im 70er Jahre Bau ins Dachgeschoss des 90er Jahre Baus umzuziehen.

Im Jahr 2014 sollte die Gebäudehülle des 70er Jahre Baus und das Flachdach aus energetischen Gründen saniert und der Umbau im Erdgeschoss zum Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare und Schulungen mit angrenzenden Beraterräumen gestaltet werden. Ebenso wurde im Untergeschoss die Lüftung, Heizung und die Decken erneuert.

Das Konzept der Fassadengestaltung wie auch des Innenausbaus liegt begründet in der Lage des 70er Jahre Baus und deren Geschichte. Noch in den 80er Jahren verlief dort die Kinzig und eine Mühle wurde betrieben. Nach dieser Mühle ist die Müllerwiese benannt.

Die fliessende und umspülende Bewegung des Flusses, sowie die Unterwasserwelt von Süssgewässern wurde thematisiert. Entstanden ist eine Fassade mit horizontalen Lamellen, vorgelagert durch eine geschosshohe Pfosten-Riegel Verglasung. Der ursprüngliche Entwurf sah die Entwicklung einer unregelmäßigen fließenden Bewegung durch Reihung unterschiedlich tiefer Lamellen mit sich öffnenden Flächen. Aus Kostengründen musste der Entwurf jedoch reduziert werden. So haben die Lamellen eine einheitliche Tiefe, jedoch sind an vier markanten Stellen des Innen-Außenraumbezugs zur Müllerwiese amorphe Öffnungen herausgearbeitet worden.

Fotos: Gotthart A. Eichhorn